Eine Gemeinde auf dem Weg

Geisteskampf 3

Der gute Hirte   Wir Menschen neigen dazu, in Bedrängnissen Menschen und äußere Umstände verantwortlich zu machen. Wir reden uns dann ein (oder lassen uns einreden), dass unser Zustand sich erst ändern kann, wenn diese Menschen oder Umstände sich geändert haben.

Das aber ist falsch.

Die Änderung beginnt mit der Wandlung in mir. Der Unfriede in mir mag durch Menschen oder Umstände ausgelöst worden sein. Aber er ist zunächst mein Problem. Und mit diesem Problem sollte ich zunächst zum guten Hirten gehen und mich von IHM heilen und erlösen lassen, bevor ich die Dinge mit den Menschen zu regeln suche.

Handle ich anders, hängt mein Heil nicht mehr von Jesus, sondern von den Menschen ab, von denen ich etwas erwarte. Ich baue dann nicht mehr auf Gott, sondern auf Menschen.

Erwartungen und  Enttäuschungen

Unsere falschen, ja unsinnigen Erwartungen sind die Ursachen  unserer Enttäuschungen. Enttäuscht wird,wer sich getäuscht hat. Wer seine Heilserwartungen an Menschen geknüpft hat, der hat sich getäuscht, und muss enttäuscht werden, denn diese Erwartungen können sich nicht erftüllen.

Erwarten können wir alles von Gott, nicht jedoch von Menschen. Auf IHN sollen wir bauen, nicht auf Menschen. Nur dann werden wir nicht ent-täuscht.

Erwarten wir alles von Gott, dann lernen wir es, anzunehmen, wenn Menschen nicht so sind wie sie sind und wenn sie uns nicht das geben, was wir uns von ihnen wünschen. Wir können ihnen dienen und sie lieben, weil wir wissen, dass wir nicht auf sie angewiesen sind, sondern allein auf IHN. Der Herr wird uns geben, was wir brauchen. ER wird uns auch das Menschliche geben, dessen wir bedürfen,wenn die Zeit dafür gekommen ist.

Die Vergottung  des Menschen

Wenn wir den Halt, den wir nur in Gott finden können, in Menschen suchen, dann vergotten wir diese Menschen. Wir setzen sie an Gottes Stelle. Das aber muss und wird schiefgehen, weil sie unsere Vergottung bzw. Erlösungserwartung nicht erfüllen können.

Der Mensch, den wir so ergreifen, wird zurückweichen. Der Halt wird uns genommen, bis wir den eigentlichen Halt gefunden haben.

Das geschieht nicht zu unserer Bestrafung, sondern, um unseres Heiles willen, damit wir frei von den Menschen werden. Frei, um sie zu lieben, ohne von ihnen etwas zu wollen.

Sorget euch nicht

Das meint Jesus mit seiner Aufforderung an uns, dass wir uns nicht sorgen sollen. ER will nicht, dass wir uns um nichts mehr kümmern, sondern ER möchte, dass wir IHM vertrauen: dass wir alles, was wir wirklich brauchen. von IHM empfangen und nicht uns nehmen müssen. Auch die menschliche Liebe.

So werden die Schafe, wenn sie verwirrt wurden, erst wieder Bergung erfahren, wenn sie auf den guten Hirten schauen. Dann wird es wieder e i n e Herde geben.

Br. Jan Hermanns

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