Eine Gemeinde auf dem Weg

Geisteskampf 17

Offensiv für  das Evangelium 

Auch das kann ich bestätigen: Durch die Bereitschaft, für das Evangelium des Friedens zu kämpfen, wie es Paulus formuliert, wird der Feind der menschlichen Natur in die Flucht geschlagen.

Immer wieder kann ich beobachten – an mir selbst wie an anderen, dass unsere Bedrängnisse und Anfechtungen, wenn wir offensiv im Glauben sind, uns nicht so viel zu schaffen machen wie in den Zeiten, in denen wir eher passiv sind.

Es scheint so zu sein: Wenn wir nicht angreifen, werden wir angegriffen. Wenn wir die Liebe Jesu nicht weitergeben, dann sickert das Sumpfwasser des Feindes in unsere Herzen ein.

Der beste Schutz vor Drogen und Rückfall in Gewalt und Kriminalität ist für viele Gefangene – und auch für Entlassene – das Engagement für andere Menschen, der Einsatz für die Sache Jesu.

Der Schild des Glaubens

Es ist tatsächlich so, dass der Schild des Glaubens die feurigen Geschosse des Bösen auslöscht. Wir erfahren das, wenn wir dem Bösen, das uns angreifen will, den Schild des Glaubens hinhalten und uns im Vertrauen eintauchen, in die Barmherzigkeit Gottes.

In dem Maße, in dem wir uns bei Jesus bergen, muss das Böse von uns weichen. Wenn wir uns von der Liebe Jesu durchdringen lassen, wird aus uns das Dunkle gereinigt, Hass und Verbitterung werden umgewandelt in Traurigkeit, Verstehen und Verzeihen.

Wenn wir uns dem Willen Gottes ausliefern – was immer geschehen mag – und uns mit Jesus am Ölberg vereinigen, dann muss die Angst aus uns fliehen, die uns besetzt halten will.

Der Helm des Heiles

Unter dem Helm des Heiles stelle ich mir den Schutz durch das Blut Jesu vor. Ich setze mir diesen Helm auf, wenn ich Jesus bitte, mich unter den Schutz SEINES kostbaren Blutes zu nehmen und wenn ich IHN bitte, mich zu reinigen, durch SEIN Blut.

Als Mantel dürfen wir uns, wie Paulus an einer anderen Stelle sagt, Jesus Christus anziehen. In IHM sind wir geborgen. ER soll unser Kleid sein.

Das Schwert Christi, das Wort Gottes

Das Wort Gottes, die Heilige Schrift, wird von Paulus als das Schwert des Geistes bezeichnet.

Ja, dieses Schwert können wir einsetzen. Es trifft. Oft genau in unsere Lebenssituation. Gott selbst offenbart sich oft ganz konkret durch SEIN Wort in unserem Leben.

Freilich sollen wir wachsam sein und magischen Versuchen im Umgang mit dem Wort Gottes widerstehen. Es kann mir der Wille Gottes aus der Schrift gezeigt werden.

Wenn ich magisch experimentiere, um etwas zu sehen, kann ich irregeführt werden, indem mir das falsche Wort zur falschen Zeit gezeigt wird – von der Gegenseite. Selbst Jesus hat erfahren müssen, dass der Versucher sich in der Wüste des Wortes Gottes bediente, um IHN in die Irre zu führen.

Wir sollen daher im Willen Gottes bleiben und uns nicht magisch versuchen lassen.

Im Geist beten

Wir sollen ohne Unterlass beten, sagt Paulus. Aber wir sollen auch im Geist beten – nicht nur mit unserem Verstand und unserem Herzen. Wir sollen unser Innerstes dem Heiligen Geist überlassen, dass ER selbst in uns beten kann.

Und wir sollen wachsam sein, ausharren, treu sein und für alle Heiligen einstehen, für uns selber, für die Gemeinde.

Br. Jan Hermanns

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