Eine Gemeinde auf dem Weg

Geisteskampf 10

Die Liebe zu Gott                                                                               

Unser Vertrauen zu Gott, unser Glaube, wird in dem Maße wachsen, wie wir eine Beziehung zu IHM zulassen. D.h. wenn wir nicht nur an IHN glauben um unserer selbst willen, um einen Halt im Leben zu haben, sondern wenn wir auch IHN suchen, um Seinetwillen.

Das geschieht, wenn in uns der Wunsch aufbricht, die Liebe zu erwidern, die wir von Gott empfangen haben.

Wer sich geliebt weiß, wird auch den lieben wollen, von dem er geliebt wird. Wer nur sich selber sucht, die eigene Selbstverwirklichung, der hat die Liebe, die er empfangen hat, eigentlich schon verspielt.

So beginnt unsere Beziehung zu Gott eigentlich erst in dem Moment, in dem wir IHN um Seiner Selbst willen suchen, nicht um unserer selbst willen. Dann werden wir nicht nur danach fragen, was wir von Gott bekommen können, sondern vielmehr danach streben, wie wir IHM dienen können. IHM und den anderen Menschen, die wie wir SEINER Liebe bedürfen und denen wir die Erfahrung des Erlösers wünschen, die uns erlöst hat.

Erst durch diese Liebe können wir den Zugang zum Willen Gottes und erfahren, dass dieser unserer eigenen Sehnsucht, unserem innersten Wunsch entspricht.

Denn es ist der Wunsch des Liebenden, sich dem Geliebten zu verschenken und in dieser gegenseitigen Liebe werden beide erfüllt. Dabei dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott sich uns mehr schenkt als wir uns IHM je zu schenken vermögen. Wer Angst hat, zu kurz zu kommen, ist töricht und dumm. Er kennt Gott nicht. Er ist noch nicht Liebender.

Berufung

Wir sind zur Liebe berufen. Dazu berufen, Gott zu lieben, die Menschen und uns selbst.

Die Liebe befreit. Ohne die Liebe verkümmern wir. Die Liebe befreit auch unseren Glauben und Talente. Ohne die Liebe liegen sie brach.

Gott will uns zur Liebe befreien. ER will uns den Sinn unseres Lebens erschließen. ER will uns zeigen, wo unsere Möglichkeiten liegen – auch die verborgenen – und wie wir siefür IHN, denMenschenund damit uns selber, in den Dienst nehmen können.

Niemand wird entfremdet, den Gott beruft. Jeder wird zu sich selbst geführt, zu seiner eigenen Bestimmung.

Der Vater im Himmel allein kennt die feinsten Regungen unseres Herzens und das tiefere Sehnen unserer Seele. Niemand kann uns besser führen und geleiten als ER, der unser gute Hirte ist. Töricht derMensch, der lieber seinen eigenen Regungen, gar seinen egoistischen Neigungen vertraut, statt sich seinem Schöpfer anzuvertrauen.

Br. Jan Hermanns

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