Eine Gemeinde auf dem Weg

Der Himmel offenbart sich den Hirten

Die Armen und Einfachen erkennen, wer zu uns gekommen ist

Die Hirten brachen auf, sie sahen das Jesuskind, sie glaubten. Sie glaubten dass er es ist, der da kommen wird. Er, das Kind, der Messias, der Erlöser, der Menschensohn, der Gottessohn.

Außenseiter der Gesellschaft. Die Hirten die in den Bergen leben, sie bekommen als erste die Botschaft vom Erlöser. Andere Außenseiter werden Jesus 33 Jahre später in den Tod begleiten. Links und rechts, neben ihm am Kreuz 2 Räuber, 2 Schächer, die mit ihm in den Tod gehen.
Er kam in sein Eigentum und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Die ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht Kinder Gottes zu werden. Nicht aufgenommen hatten die Menschen den Menschensohn.
Nicht aufgenommen hatten die Bewohner von Betlehem Maria und Josef in jener Nacht, in der der Sohn Gottes geboren wurde. Aufgenommen hatten die Hirten den Menschensohn, angenommen haben sie den Erlöser. Die einen antworten so, die anderen so.
Aufgenommen hat einer der Schächer Jesus. „ Wenn du in dein Reich kommst, erbarme dich meiner.“ Und Jesus hat ihm geantwortet, dass er in seinem Reich sein würde. Der andere Schächer macht sich lustig über Jesu.
Genau in diese Realität wird der Menschensohn hineingestellt. Die einen lehnen ihn ab, die anderen nehmen ihn auf. Die einen achten ihn, die anderen verspotten ihn, lehnen ihn ab.

Wir finden uns wieder in den Gestalten der heiligen Schrift. In den Hirten, wie in den Schächern. In denen, die Maria und Josef nicht aufgenommen haben und in denen, die den Heiland geliebt haben. In den Blinden, die ihre Augen verschlossen haben, vor dem Geheimnis Gottes und den Sehenden, denen sich dieses Geheimnis Gottes aufgetan hat. Für die Sünder, für die Gottfernen ist der Heiland auf diese Erde gekommen, sie zu erlösen, ihnen zu offenbaren, dass ihre Schuld geringer ist als seine Liebe. Dass seine Liebe mächtiger ist als die allergrößte Schuld.
„Und hätte ich die Sünden der ganzen Welt begangen“, so sagt die kleine Theresia vom Kinde Jesu, sie wüsste, dass sie die Liebe Gottes immer noch tragen würde. Das ist Aufnahme. Es ist die Aufnahme des lebendigen Gottes in unser Leben. Unsere Sünde will er überwinden. Wege der Sünde ist er gekommen und ist mit dem Sünder.
Die größte Sünde ist nicht das Verbrechen, sondern die Gottesferne. Die Verweigerung der Liebe Gottes. Der Glaube selbst Gott zu sein, keinen Gott zu brauchen, das sich bewusst verweigern des Erbarmens Gottes. Auch für diese Sünder ist der Heiland gekommen. Er leidet auch unter ihren Mauern, bei denen er abprallt. Er leidet unter ihrer Kälte und Grausamkeit, an ihrer Hofartigkeit und ihrem Stolz. Der Sohn Gottes ist klein geworden, damit wir aus unserem Staub aus unserem Elend wieder emporgehoben werden. Klein wurde der Menschensohn, gegenüber den Menschen die groß geworden sind.
Kind wurde Gott und kam zu den Menschen, die Gott geworden waren.
Nur Liebe lädt uns ein vom Thron, auf den wir uns selbst gesetzt haben herunter zu kommen und ihm zu begegnen, uns ihm zu zuneigen. In aller Ohnmacht, allem Kleinsein, in der Krippe, im Kind.

Die Hirten hat Jesus durch seine Engel zu seiner Krippe eingeladen, Hirten ihre Herden. Schon eine Vorahnung, seiner Botschaft, die an uns alle geht. Gute Hirten zu sein, für die Schafe, die auch uns anvertraut werden. Er, zu dem die Hirten in den Stall kommen. Er selbst wird der gute Hirte sein. Er wird der sein, der die Schafe weiden wird, weiden in der Zeit, aber auch in der Ewigkeit.

Er ist der Hirte für die Schafe, führt aus den Weiden dieser Welt, in die Weiden der Ewigkeit. Hirten empfangen die Heilsbotschaft. Hirten empfangen die Botschaft, dass der Messias da ist. Hirten kommen an die Krippe und schauen den an der selbst ein Hirte sein wird, der gute Hirte. Ein Hirte mit vielen Schafen, den Schafen seiner Herde, zu denen auch wir gehören dürfen.

„Ich bin der gute Hirte und ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich“, sagt Jesus. Das ist Glaube, das kennen des Herzens, das kennen aus dem Innern, aus dem Innersten der Seele, so wie Mann und Frau einander kennen. Das ist es, wonach Gott sich sehnt, von uns erkannt zu werden, als der Vater im Himmel, als der Sohn im heiligen Geist.

Ich bin der gute Hirte und ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.

Kennen wir Jesus?

Erkennen wir den Messias, der in der Krippe im Stall liegt. Erkennen wir den Menschensohn , Gott, der Mensch geworden ist und der unter uns weilt.

Erkennen wir Jesus. Kennen wir ihn aus der Tiefe unseres Herzens und unserer Seele, als unseren Erlöser.

Glauben wir an ihn, vertrauen wir ihm. Dann lasst uns mit ihm das Fest seiner Menschwerdung feiern.

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